Unsere Geschichte
Thore verstehen
Wir sind Silke und Pascal.
Wir sind die Eltern von Thore.
Und das hier ist nicht einfach nur ein Projekt. Es ist der Weg, der geblieben ist, nachdem sich unser ganzes Leben verändert hat.
Thore war ein gesundes Kind. Voller Leben. Voller Neugier.
Bis sich plötzlich alles änderte.
Mit 2¾ Jahren kam die Diagnose: metastasiertes Medulloblastom – WHO Grad IV. Ein bösartiger Hirntumor.
Vom einen Moment auf den anderen war nichts mehr wie vorher.
Krankenhaus. Geräte. Entscheidungen.
Dinge, die kein Kind verstehen sollte – und trotzdem ertragen musste.
Operationen. Chemotherapien. Bestrahlungen.
Hoffnung. Rückschläge. Und wieder Hoffnung.
Bis irgendwann ein Wort fiel, das alles verändert:
palliativ
Aber Thore… hat dieses Wort nie interessiert.
Er hat nicht in Diagnosen gedacht. Er hat in Momenten gelebt.
Und diese Momente hatten oft ein Geräusch:
Kräne.
Wenn irgendwo ein Kran war, war für einen Moment alles anders.
Kein Krankenhaus. Keine Angst.
Nur dieser eine Moment.
Und genau aus diesen Momenten sind Begegnungen entstanden.
Ein Moment, in dem alles andere für einen Augenblick still war.
Mit Menschen, die stehen geblieben sind. Die geholfen haben. Die etwas möglich gemacht haben.
Begegnungen, die mehr waren als nur Augenblicke.
Uns wurde gesagt, wie wenig Zeit bleibt.
Doch Thore hat sich Zeit erkämpft.
19 Monate mehr.
Am 11.10.2023 ist er eingeschlafen.
Friedlich. Ohne Schmerzen. Bei uns.
Seine Hand in unserer.
Und auch wenn dieser Moment alles verändert hat…
sind die Begegnungen geblieben.
Kapitel 1
Thores Welt braucht Zeit
Der erste Teil dieser Seite gehört Thore.
Er gehört den Momenten, die er erlebt hat. Den Menschen, die ihm begegnet sind. Den Firmen, die nicht nur auf Verträge, Abläufe oder Business geschaut haben, sondern menschlich reagiert haben.
Diese Geschichten sollen hier ihren Platz bekommen. Nicht als schnelle Liste. Nicht als Namen. Sondern als echte Begegnungen.
Aber solche Geschichten schreibt man nicht nebenbei.
Jede einzelne bedeutet, noch einmal zurückzugehen. Noch einmal zu fühlen, was damals war. Noch einmal zu sehen, was geholfen hat, was getragen hat, was geblieben ist, und was bis heute weh tut.
Darum wächst Kapitel 1 langsam. In dem Tempo, das diese Erinnerungen brauchen. Mit dem Respekt, den Thores Geschichte verdient.
Die Welt soll erfahren, was Thore erlebt hat. Und sie soll erfahren, wie Menschen, Firmen und Unterstützer in dieser Zeit geholfen haben. Nicht als Werbung. Sondern als Dank.
„Manche Geschichten brauchen Zeit – nicht weil sie fehlen, sondern weil sie mit dem nötigen Respekt erzählt werden müssen.“
Kapitel 2
Was daraus geworden ist
Während Kapitel 1 von Thores Welt erzählt, beginnt Kapitel 2 im Heute.
Es erzählt davon, was aus diesen Begegnungen entstanden ist. Wie aus einer stillen Idee ein wachsendes Projekt wurde. Wie aus einzelnen Fragen eine Community entstand. Und wie aus digitalen Modellen echte Dinge wurden, die später in Kinderhänden landen können.
Dieser Teil wird ebenfalls weiter wachsen. Denn das, was gerade rund um Bambu Lab, MakerWorld, den Pieksekisten Design Contest, die Punktespende und die Maker-Community entsteht, ist kein abgeschlossener Moment.
Es ist der Anfang eines neuen Kapitels.
Der Anfang
Vom Forum zur Community
Der neue Teil dieser Geschichte begann nicht mit einem großen Plan.
Er begann mit einem Beitrag im Bambu Lab Community Forum. Dort wurde erklärt, was die Pieksekisten sind, warum es sie gibt, und warum 3D-Druck helfen kann, kleine kindgerechte Dinge für schwere Klinikmomente entstehen zu lassen.
Die Bitte war vorsichtig: Dürfen Modelle für dieses Projekt gedruckt und kostenlos an Kinder weitergegeben werden?
Die Antwort der Community war nicht nur technisch. Sie war menschlich.
Designer gaben Freigaben. Menschen teilten eigene Erfahrungen. Manche hatten selbst Krebs in der Familie erlebt. Andere boten Modelle, Ideen oder Hilfe an. Und Schritt für Schritt wurde aus einer einzelnen Frage ein gemeinsamer Weg.
Besonders wichtig blieb dabei von Anfang an: Respekt vor den Designern, klare Freigaben, keine kommerzielle Nutzung und eine saubere Dokumentation der Quellen.
Sichtbarkeit
MakerWorld wird Teil des Weges
Irgendwann blieb das Projekt nicht mehr nur ein Forumsthema.
MakerWorld wurde auf den Beitrag aufmerksam, reagierte öffentlich und griff den Gedanken auf, dass Kreativität, Technik und Mitgefühl hier zusammenkommen können.
Aus dieser Begegnung entstand mehr als nur ein freundlicher Kommentar.
Es folgten Gespräche, Abstimmungen, Banner-Vorbereitungen, Social-Media-Unterstützung, Sichtbarkeit in der Community und schließlich die gemeinsame Idee, einen eigenen Pieksekisten Design Contest zu starten.
Wichtig war dabei, dass der Charakter des Projekts erhalten bleibt: nicht laut, nicht überzogen, nicht als reine Aktion für Reichweite, sondern mit echtem Bezug zu dem, was am Ende zählt.
Kleine Dinge, die Kindern nach belastenden Momenten ein Stück Freude, Ablenkung oder Normalität geben können.
Contest
Der Pieksekisten Design Contest
Mit dem Pieksekisten Design Contest wurde aus der Community-Idee ein offizieller Rahmen.
Maker aus aller Welt konnten Modelle einreichen, die für Kinder geeignet, sicher, robust, gut druckbar, klein genug für eine Pieksekiste und emotional positiv sein sollten.
Dabei ging es bewusst nicht nur um schöne Bilder.
Ein Modell kann online stark aussehen und trotzdem für den echten Einsatz ungeeignet sein. Deshalb stehen bei diesem Projekt Alltagstauglichkeit, Druckbarkeit, Sicherheit und kindgerechte Wirkung im Mittelpunkt.
Der Contest wurde dadurch zu mehr als einem Wettbewerb. Er wurde zu einer offenen Einladung: Wer etwas gestaltet, kann mit seiner Idee vielleicht wirklich einen kleinen Moment im Klinikalltag verändern.
Viele eingereichte Modelle zeigen genau diesen Gedanken: kleine Tiere, Fidgets, freundliche Figuren, beruhigende Formen, einfache Spielideen und Designs, die nicht nur gesehen, sondern auch gehalten werden können.
Wirkung
Reale Drucke, realer Einsatz
Der wichtigste Punkt bleibt: Diese Designs sollen nicht nur online existieren.
Einige Modelle wurden bereits gedruckt, geprüft, bewertet und in kleinen Chargen vorbereitet.
Dabei zeigt sich sehr schnell, welche Designs nicht nur gut aussehen, sondern in der Praxis funktionieren: stabil genug, angenehm in der Hand, freundlich in der Wirkung, ohne unnötige Risiken und geeignet für echte Pieksekisten.
Auch MakerWorld hat bestätigt, dass bereits gedruckte und als geeignet eingeschätzte Modelle direkt in den normalen Projektablauf aufgenommen werden können. Die Pieksekisten müssen nicht künstlich warten, wenn ein Modell seinen Zweck bereits erfüllen kann.
Genau hier wird aus Community etwas Reales.
Ein Modell verlässt den Bildschirm. Es kommt vom Druckbett. Es wird geprüft. Es kommt in eine Kiste. Und irgendwann liegt es vielleicht in der Hand eines Kindes, das gerade einen schweren Moment hinter sich hat.
Unterstützung
Wenn Punkte zu Material werden
Während der Contest lief, kam aus der Community eine weitere Frage:
Wie kann man helfen, wenn man selbst kein Modell einreichen kann?
Daraus entstand ein neuer Weg der Unterstützung: die MakerWorld Punktespende für das Pieksekisten-Projekt.
Diese Punkte bleiben nicht nur eine Zahl auf einer Plattform. Sie können in Filament, Zubehör, Ersatzteile, Druckerbedarf und damit in laufende Produktion zurückfließen.
So wird digitale Unterstützung wieder greifbar.
Ein Punkt wird nicht einfach gesammelt. Er hilft dabei, Material zu beschaffen. Material wird zu Drucken. Drucke werden zu kleinen Momenten.
Genau deshalb ist dieses System für das Projekt so besonders. Es unterstützt nicht nur einen einzelnen Druck, sondern die langfristige Fähigkeit, immer wieder neue Pieksekisten-Inhalte entstehen zu lassen.
Fortsetzung
Warum dieser Teil weiter wächst
Kapitel 2 ist bewusst nicht abgeschlossen.
Der Contest läuft weiter. Neue Modelle kommen dazu. Neue Drucke werden getestet. Neue Freigaben werden dokumentiert. Die Punktespende entwickelt sich weiter. Und auch die Frage, wie externe Drucke später sicher eingebunden werden können, bleibt Teil des Weges.
Darum wird dieser Abschnitt nicht als fertige Geschichte verstanden, sondern als wachsendes Kapitel.
Die News dokumentieren einzelne Momente. Die Maker-Community-Seite erklärt den technischen und strukturellen Hintergrund. Diese Begegnungsseite erzählt, was diese Entwicklungen für den Weg des Projekts bedeuten.
Kapitel 1 bleibt Thores Welt. Kapitel 2 erzählt, was aus dieser Welt heraus weitergewachsen ist.
„Aus einzelnen Begegnungen wurde ein Weg – und aus diesem Weg entsteht gerade etwas, das weitergetragen wird.“