Thore wird geboren
Thore kommt am 20. Februar 2018 zur Welt. Ein neugieriger, lebensfroher Junge mit offenem Blick auf die Welt und einer besonderen Ausstrahlung.
Über Thore
Diese Seite erzählt den Ursprung der Pieksekisten – und unsere Geschichte mit Thore, dessen Mut heute anderen hilft.
Für uns steht Thore für Mut, Nähe und die Erfahrung, dass kleine Gesten in schweren Zeiten mehr bedeuten können, als Worte es ausdrücken.
Mehr über die Pieksekisten
Zeitlinie
Thore kommt am 20. Februar 2018 zur Welt. Ein neugieriger, lebensfroher Junge mit offenem Blick auf die Welt und einer besonderen Ausstrahlung.
Zunächst fielen uns nur kleine Auffälligkeiten auf: unsicheres Gehen, Aussetzer beim Sprechen und Momente, in denen etwas nicht mehr richtig wirkte. Am dritten Tag rollten seine Augen plötzlich immer wieder nach oben – aus Angst vor einem Schlaganfall suchten wir sofort unseren Hausarzt auf.
Dort wurden neurologische Ausfälle festgestellt. Noch am selben Abend wurden wir in das Kinderklinikum Neuburg an der Donau überwiesen.
In Neuburg wurde ein MRT durchgeführt. Dabei entdeckten die Ärzte im Kleinhirn eine Raumforderung von fast Tennisballgröße. Am 18. Dezember 2020 wurde Thore mit dem Rettungswagen in das Schwäbische Kinderkrebszentrum Augsburg verlegt.
Am 18. Dezember 2020 erfolgte dort die Aufnahme. Weitere Untersuchungen und Kontroll-MRTs schlossen sich an.
In Augsburg begann die Behandlung. Es folgten eine Operation, weitere Bildgebung und die endgültige Diagnose: Medulloblastom, ein bösartiger Hirntumor.
Von diesem Zeitpunkt an bestimmten Klinikaufenthalte, Therapien, Hoffnung, Angst und unzählige schwere Entscheidungen unseren Alltag.
Ein großer Teil der Behandlung fand ambulant und in der kinderonkologischen Tagesklinik statt. Regelmäßige Kontrolltermine, Blutabnahmen, Chemotherapien über den Hickman-Katheter und weitere Behandlungen zu Hause über die Magensonde wurden Teil unseres Alltags.
Gerade diese Wege bleiben für Außenstehende oft unsichtbar – für betroffene Kinder und ihre Familien bedeuten sie jedoch Woche für Woche Angst, Überwindung, Schmerz und Erschöpfung.
Ende Dezember 2021 erfolgte die Einstufung auf palliativmedizinische Behandlung. Nach einem weiteren stationären Aufenthalt zur Beobachtung, wie Thore die Therapie verträgt, wurde er am 21. Dezember 2021 aus dem Krankenhaus entlassen.
Die Behandlungen gingen weiter – unter veränderten Voraussetzungen und mit noch größerer emotionaler Belastung für uns als Familie.
In der kinderonkologischen Tagesklinik erlebte Thore mit, wie ein anderes Kind bei einer Behandlung weinte und große Angst hatte. Für ihn war klar: Die Kinder sollten nicht immer nur Schmerz und Tränen mit diesem Ort verbinden.
Aus genau diesem Moment entstand die Idee der Pieksekisten – kleine Kisten mit kleinen Geschenken, die nach schweren Terminen Trost und Freude schenken sollten.
Im März 2023 wurden die ersten Pieksekisten ausgeliefert. Aus unserer persönlichen Erfahrung wurde ein konkretes Hilfsprojekt für Kinder der kinderonkologischen Tagesklinik des Schwäbischen Kinderkrebszentrums in Augsburg.
Am 11. Oktober 2023 verstarb Thore im Alter von 5 Jahren – nach drei Jahren Krankheit, Behandlung und einem Weg, der uns als Familie und alle, die ihn begleitet haben, tief geprägt hat.
Thores Idee lebt weiter. Die Pieksekisten schenken Kindern nach belastenden Behandlungen einen kleinen Moment Trost, Freude und Aufmerksamkeit – genau dort, wo schwere Wege oft im Stillen stattfinden.
Was geblieben ist
Die Pieksekisten sind aus dieser Erfahrung entstanden. Sie sollen Kindern nach belastenden Untersuchungen oder Behandlungen einen kleinen Moment der Freude schenken – nicht als großes Versprechen, sondern als echte, liebevolle Geste.
Ein kleines Geschenk kann einen schweren Tag nicht ungeschehen machen. Aber es kann einem Kind zeigen: Du warst tapfer. Du wirst gesehen. Und du darfst jetzt auch etwas Schönes mitnehmen.
Heute steht Thore damit nicht nur für eine persönliche Geschichte, sondern für den Ursprung eines Projekts, das Kindern in der kinderonkologischen Tagesklinik des Schwäbischen Kinderkrebszentrums in Augsburg konkret hilft.
Vermächtnis
Sie lebt weiter in einem Projekt, das Kindern heute Trost schenkt, Aufmerksamkeit schafft und ein oft übersehenes Thema sichtbar macht. Aus einem persönlichen Weg wurde eine Hilfe, die weitergegeben werden kann.
„Aus Thores Geschichte wurde Hilfe für viele.“
Unterstützen
Mit deiner Unterstützung können weitere Pieksekisten für Krankenhäuser und Praxen bereitgestellt werden – als kleine Geste mit großer Wirkung.
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